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Samstag, 21. Mai 2016

Symposium 2016: Frustrierte Fuchshörnchen

Wer kennt das nicht? Da freut man sich auf etwas Schönes - und wird doch enttäuscht.  Mit dieser Emotion sind wir Menschen offenbar nicht allein, auch Tiere wie Fuchshörnchen (Sciurus niger) kennen sie. Doch letztlich wächst aus  Frust die Motivation für kreative Problemlösungen, ist Mikel Delgado von der University of California in Berkeley überzeugt. 


Bei diesen Nagern, Verwandten der heimischen Eichhörnchen, ist es für Beobachter besonders einfach, den Frustrationsgrad zu erkennen. Je größer der Frust, desto stärker wippen sie mit ihrem Puschelschwanz.

Und dazu gab ihnen der Versuchsaufbau von Delgado und seiner Kollegin Lucia Jacobs einigen Anlass. Die Hörnchen, die auf dem Universitätsgelände frei lebten, lernten zunächst, eine kleine Kiste zu öffnen, die Walnüsse enthielt - eine Lieblingsspeise der Tiere. In späteren  Durchgängen bauten die Forscher jedoch verschiedene Frust-Fallen ein: Mal war die Kiste leer, mal verschlossen oder enthielt lediglich ein Maiskorn - ein fader Ersatz für die beliebten Walnüsse.

Angesichts solch einer Enttäuschung war bei den Hörnchen zunächst genervtes Schwanzwippen angesagt. Doch schon bald probierten sie ganz neue Lösungswege aus. Etwa an der Kiste zu knabbern oder sie umzuschubsen - wer weiß, vielleicht lässt sich so eine verschlossene Kiste ja öffnen?

Um Frustration und Motivation geht es auch beim Symposium turmdersinne 2016, das vom 30. September bis 2. Oktober 2016 in Fürth stattfindet. Das Programm  wird derzeit zusammengestellt, den aktuellen Stand finden Sie hier.

Inge Hüsgen 

Symposium turmdersinne 2016
Was treibt uns an? 
Motivation und Frustration aus Sicht der Hirnforschung 
30. September - 02. Oktober 2016, Stadthalle Fürth
Anmeldung
#symp2016


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