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Donnerstag, 28. Januar 2016

Preisverleihung Sinneszauber


Am Freitag, 22. Januar 2016, verlieh der turmdersinne in einem kleinen Festakt die Preise des Wettbewerbs „Sinneszauber. Wahrnehmung und Philosophie“. Beim Wettbewerb waren zum einen Schülerinnen und Schüler aufgerufen, selbst geschriebene Episoden einzureichen, die eine fiktive Clique von fünf Freunden gemeinsam auf ihrer Reise durch die Philosophie erlebt. Eine zweite Sparte des Wettbewerbs richtete sich an Lehrerinnen und Lehrer, deren Unterrichtskonzepte prämiert wurden. 

Im Zentrum stehen 14 Texttafeln zu Grundfragen der Philosophie, die das erklärte Ziel verfolgen, Jugendliche für Philosophie zu begeistern. Die Jury, bestehend aus den Lehrern Regine Steib und Rudi Schmitt, der pädagogischen turmdersinne-Leiterin Jana Marks, dem Physiker Helmut Fink, Autor der 14 Texttafeln, und turmdersinne-Geschäftsführer Rainer Rosenzweig zeichnete nicht nur für das Sinneszauber-Projekt als Ganzes, sondern auch für die Auswahl der Beiträge verantwortlich und präsentierte die prämierten Beiträge vor den Preisträgerinnen und Preisträgern und deren Begleitungen. Das oberste Stockwerk des Turms war dabei mit 30 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllt. 



Sparte „Episoden“ 

Gesucht waren Episoden, in denen die „Philo-Clique“ in ihrem Alltagsleben auf eines der in den Tafeln benannten Probleme aus der Philosophie stößt und darauf – ihren Charakteren entsprechend – reagiert. Die Philo-Clique besteht aus den fünf Freunden, das sind Mia, Phil, Sophia, Tom und der Hund Harri (s. Abbildung). 
 

Die Philo-Clique

Sie haben ziemlich unterschiedliche Charaktere, sind aber jung genug, um einander meistens trotzdem zu verstehen und gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen. 

Die Aufgabe war anspruchsvoll, wurde aber von vielen der eingereichten Beiträge sehr kreativ gelöst. Zwar konnte kein eingereichter Beitrag alle gesetzten Kriterien voll erfüllen, sodass der erste Preis nicht vergeben wurde. Allerdings gab es durchaus preiswürdige Episoden. Eine davon behandelt die philosophische Frage nach dem freien Willen. „Jetzt mit Gorillaglas“ thematisiert Kaufentscheidungen vor dem Hintergrund von Konsumzwängen unserer Zeit. Diese Episode wurde von den beiden Schülerinnen Paula Hauck und Rajin Bayer der 9. Klasse am Regiomontanus-Gymnasium Hassfurt eingereicht (Lehrer: Christian Pabstmann) und war der Jury den dritten Preis wert, dotiert mit 100 Euro. 

 
Helmut Fink, Christian Pabstmann, Paula Hauck, Rajin Bayer, Rainer
Rosenzweig (v. l.)

 Den zweiten Preis, dotiert mit 200 Euro, erhielt die Ethikklasse 5a/c/6 des Celtis-Gymnasiums Schweinfurt (Lehrerin: Julia Fromm) für eine Sammel-Einreichung von vier Episoden zu den Tafeln „Ist unser Wille frei?“, „Was ist Schönheit?“, „Wirkt Gott in der Welt?“ und „Ist Glück ein guter Maßstab?“. Die letztgenannte Episode wurde mit verteilten Rollen bei der Preisverleihung verlesen. 

Julia Fromm, Helmut Fink, Rainer Rosenzweig und vier Schülerinnen der
Ethikklasse 5/a/c/6 (v. l.)

Sparte „Unterrichtskonzepte“ 

In einer weiteren Sparte wurden dagegen alle drei ausgeschriebenen Preise vergeben. Gesucht waren Unterrichtskonzepte zur Behandlung der genannten 14 Texttafeln des Sinneszauber-Projekts. Den dritten Preis, dotiert mit 150 Euro, erhielt die Lateinlehrerin Cornelia Landesberger vom Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg für den Beitrag „Kompetenzen und Kreativität – ein universelles Unterrichtskonzept“ für die 10. Klassenstufe. Darin nutzte sie die Sinneszauber-Texttafeln dafür, eine Brücke von lateinischen Texten von Cicero, Erasmus von Rotterdam und Ovid in die Gegenwart zu schlagen, sodass die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Übersetzungskompetenz erweitern, sondern auch ihr Wissen über sinnstiftende Inhalte Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz weiterentwickeln konnten.

 
Rudi Schmitt, Cornelia Landesberger, Rainer Rosenzweig (v. l.)

Der Ethiklehrer Jens Wimmers am Forchheimer Ehrenbürg-Gymnasium widmete seinen Beitrag dem naturalistischen Fehlschluss und damit vor allem der Grundfrage „Kommen Werte aus der Natur?“, die auf einer der 14 Sinneszauber-Tafeln behandelt wird. Seine Lernziele für die Klassenstufen 10 bis 12 sind u.a. Sprachreflexion, Übung präziser Begrifflichkeit, genaues Lesen und das Erlernen ethischer Argumentation. Für sein schlüssiges Konzept erhielt er den zweiten Preis, dotiert mit 250 Euro.
 
Rudi Schmitt, Jens Wimmers, Rainer Rosenzweig (v. l.)

 Der erste Preis, dotiert mit 500 Euro, ging an ein interdisziplinäres Gemeinschaftsprojekt des Gymnasiums Wendelstein. Die Lateinlehrerin Simona Sommer und Werner Bloß, Lehrer für Kunsterziehung, griffen für ihren Beitrag zwei Grundfragen heraus: „Können wir die Welt erkennen?“ und „Was ist Wahrheit?“. Daraus strickten sie unter dem Motto „Etwas Unglaubliches als Wahrheit erscheinen lassen“ ein phantasievolles Konzept für einen Projektunterricht in der 6. Klasse. Aus dem Projekt resultierte ein kreatives Video, in dem Schülerinnen und Schüler filmisch anhand verblüffender Phänomene aufzeigten, dass offenbar nicht immer wahr sein kann, was wir wahrnehmen.

Rudi Schmitt, Werner Bloß, Simona Sommer, Rainer Rosenzweig
und drei Schüler am Gymnasium Wendelstein (v. l.)

Die prämierten Beiträge stehen ab sofort auf der Website http://www.sinneszauber.org/ unter dem Punkt Download zum Herunterladen bereit. Die Preisgelder wurden gestiftet von der Ebius-Stiftung, das Projekt Sinneszauber wurde initiiert und grundfinanziert von der Bayerischen Sparkassenstiftung.
  
Text: Dr. Rainer Rosenzweig
Fotos: Jana Marks, turmdersinne 

http://www.ebius-stiftung.de/http://www.sparkassenstiftungen.de/index.php?id=371


 

Sonntag, 24. Januar 2016

Im Gästebuch geblättert


Einige neue Impressionen aus unserem Gästebuch:



Worauf sich Besucher des Hands-on-Museums  in diesen Tagen freuen können, erfahren Sie hier, hier und hier.

Zum Weiterlesen:




Freitag, 22. Januar 2016

Anamorphosen: Workshps zur Sonderausstellung


Über die neue Sonderausstellung "Anamorphosen - Verrückte Phänomene" hatten wir bereits hier und hier berichtet. Wer mehr darüber erfahren will, wie die skurrilen Bilder und Apparaturen funktionieren, kann die Techniken in einem Workshop selbst ausprobieren.

Verzerrte Ansichten begegnen uns im Alltag öfter als wir denken! In der Kunst, aber auch im Straßenverkehr oder als Werbetafel im Fußballstadion. Zum Einstieg erfahren die Teilnehmer in einer Führung, was Anamorphosen sind, welche Möglichkeiten der Verzerrung es gibt, und wie wir die verrückten Ansichten entschlüsseln können. Die Vielfalt ist enorm: Mal benötigt man einen Rundspiegel (siehe Abbildung oben), bei anderen Verzerrungstechniken ist der Betrachter angehalten, den optimalen Standpunkt für die Betrachtung zu finden.

Im anschließenden Praxisteil werden unter fachkundiger Anleitung eigene Motive selbst verzerrt. Dabei ist Kreativität ebenso gefordert wie logisches Denken.

 Der Workshop findet in Kooperation mit Jürgen und Gerlinde Becker von webec statt und richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene. Allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie.

Termine:
  • Samstag, 19. März 2016, 15.30 bis 18.00 Uhr.
 Kosten: 10,- € (ermäßigt) / 12,- € (regulär) inkl. Führung, Basteln, Material.
Anmeldungen und Fragen: Tel.: 0911 9443281 oder info@turmdersinne.de.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Eine Frage des Blickwinkels – Anamorphosen - Ein Bericht des Franken Fernsehens

Das Franken Fernsehen hat prompt über unsere Anamorphosen-Ausstellung berichtet. Unser Partner, der Physiker Jürgen Becker für in diesem Video in die Ausstellung und das Prinzip dieser außergewönlichen Wahrnehmungstäuschungen.

video




Sonntag, 17. Januar 2016

Anamorphosen: Neue Sonderausstellung im Hands-on-Museum

 Abb. 1: Ein Muster aus Farbflächen...

Abb. 2: ...wird als Motiv erkennbar.
Nanu, das ist doch...! Genau, der Super-Pilz, bekannt aus den Videogames um Mario & Co. Für die  aktuelle Sonderausstellung "Anamorphosen" hat ihn das Gestalterduo Daniel Pichlmeier und Yvonne Rausch auf Decke und Wände des Hands-on-Museums gezaubert. Von ihnen stammt auch ein zweites Wandbild, Rubiks "Zauberwürfel" (siehe Abb. 3 und 4).
Abb. 3


Abb. 4
Beiden Arbeiten gemeinsam ist, dass der Betrachter das Motiv beim Eintreten noch gar nicht so recht erkennt. Zugegeben, beim Würfel ist es etwas einfacher als beim Pilz, doch in beiden Fällen lohnt sich das Herumgehen und Ausprobieren.

Damit sind sie typische Beispiele für die traditionsreiche und doch immer wieder überraschene künstlerische Technik der Anamorphose. Darunter versteht man stark verzerrte Bilder, die dem Betrachter ihr Motiv erst dann vollständig preisgeben, wenn er einen Trick anwendet. Das kann - wie beim Würfel und dem Super-Pilz - der richtige Standpunkt sein. Oder aber eine ausgeklügelte Spielgekonstruktion, wie sie ebenfalls in der Ausstellung zu bewundern ist (siehe Abb. 5). Die Ausstellung wurde vom turmdersinne in Kooperation mit dem Physiker Jürgen Becker konzipiert.
Abb. 5: turmdesinne-Maskottchen Heiner
Mehr Informationen zur Ausstellung gibt es hier.

Workshops für Jugendliche und Erwachsene zur Sonderausstellung:
  • Samstag, 23. Januar 2016, 15:30 - 18:00 Uhr
  • Samstag, 19. März 2016, 15:30 - 18:00 Uhr.
Zum Vormerken: Am Dienstag, 15. März 2016, referiert Jürgen Becker um 19 Uhr im Hands-on-Museum.
Oder buchen sie Ihren eigenen geführten Rundgang durch die Sonderausstellung! Die Führung ist für max. 15 Teilnehmer ab 10 Jahren ausgelegt. Buchung und weitere Informationen: Tel.: 0911 9443281 oder info@turmdersinne.de.


Text: Inge Hüsgen
Fotos: Jana Marks, Jürgen Becker

Donnerstag, 14. Januar 2016

Wie die eigene Stimme unsere Emotionen beeinflusst




Bei vertrauten Personen hören wir bereits an der Stimme, ob sie sich gerade in einem Gefühlshoch oder in düsterer Laune befinden. Eine aktuelle Studie legt nahe, dass wir auch durch den Klang der eigenen Stimme Informationen über unsere Gefühlslage erhalten - freilich, ohne dass wir dies bewusst bemerken. Offenbar beeinflussen diese Informationen durch eine Art Rückkopplung sogar unseren emotionalen Zustand.

Für ihren Versuch ließen Forscher um Jean-Julien Aucouturier von der Pariser Université Pierre et Marie Curie ihre Probanden mit neutraler Stimme einen Text vorlesen. Die Versuchteilnehmer hörten sich dabei selbst simultan über Kopfhörer. Doch sie wussten nicht, dass die Aufnahmen manipuliert waren. Ein Computerprogramm veränderte sie so, dass die Stimme entweder freudiger, trauriger oder ängstlicher klang.

Wie eine Befragung der Probanden ergab, blieb die Manipulation in den meisten Fällen unbemerkt. Gleichwohl ging sie nicht spurlos an den Versuchspersonen vorbei. Dies zeigte sich, als die Forscher sie nach der Vorleseaufgabe zu ihrer augenblicklichen Gefühlslage befragten. 

Die gleiche Frage hatten sie bereits vor dem Versuch beantworten müssen. Nun zeigten sich die Unterschiede: Hatten sie eine traurige Version der eigenen Stimme gehört, fühlten sie sich niedergeschlagener als zuvor. Hingegen schätzten sie nach einer fröhlichen Version ihre Stimmung positiver ein. Diese Veränderung spiegelte sich auch im Hautwiderstand der Probanden wider, welcher als objektive Größe Rückschlüsse auf die Emotionen einer Person erlaubt. 

Text: Inge Hüsgen 
Foto: Shutterstock, fantom_rd

Zum Weiterlesen:  




Sonntag, 10. Januar 2016

Halluzinationen: Wenn das Gehirn zu viel interpretiert


Abb. 1: Person oder abstraktes Muster?

Abb. 2: Pssst, ein Tipp...
Haben Sie das Motiv in Abb. 1 auch nicht sofort erkannt? Bei solchen mehrdeutigen Abbildungen erkennen wir oftmals erst mit einer kleinen Hilfestellung (in Abb. 2), was dargestellt ist. Unser Gehirn verarbeitet also nicht nur die Daten der Sinnesorgane, sondern zieht zur Interpretation auch andere Informationen heran. Besonders gut können dies offenbar die Gehirne von Psyschose-Patienten, wie nun ein Forscherteam um den Neurowissenschaftler Christoph Teufel von der Cardiff University gezeigt hat.
in collaboration with Dr Veronika Dobler and Professor Ian Goodyer from the Department of Child and Adolescent Psychiatry at the University of Cambridge. - See more at: https://www.cam.ac.uk/research/news/how-hallucinations-emerge-from-trying-to-make-sense-of-an-ambiguous-world#sthash.pE9nsO52.dpuf

In ihrem Experiment ließen die Wissenschaftler ihre Probanden - 18 Teilnehmer mit beginnender Psychose und 16 Personen ohne Psychose - eine Reihe von Schwarz-Weiß-Bildern ähnlich Abb.1 betrachten. Einige davon zeigten lediglich abstrakte Muster, auf anderen war, wie oben, eine Person zu erkennen. Diese Personenbilder zu finden, war Aufgabe der Probanden. Anschließend präsentierten ihnen die Forscher eine Reihe von Farbfotos, darunter die Farbversionen der zuvor betrachteten Schwarzweiß-Bilder (vgl. Abb. 2).

Abschließend stand eine zweite Versuchsrunde auf dem Programm, bei der die Teilnehmer deutlich mehr Personenbilder entdeckten als beim ersten Mal. Die Psychosepatienten waren sogar ungefähr doppelt so gut wie die Gesunden. Für die Forscher ein klarer Hinweis, das diese Probandengruppe das Wissen aus dem Farbbilder-Durchgang besser abrufen konnte. Koautor Naresh Subramaniam von der University of Cambridge glaubt, dass die Versuchsergebnisse nicht etwa auf ein defektes Gehirn hinweisen, sondern im Gegenteil auf eines, das mehrdeutige Reize auf natürliche Weise sinnvoll zu deuten.

Diese gesteigerte Fähigkeit, Sinneseindrücke mit Hilfe  früherer Erfahrungen zu interpretieren, würde auch erklären, warum Psychosen so häufig von Halluzinationen begleitet sind. 
Importantly, they also suggest that these symptoms and experiences do not reflect a ‘broken’ brain but rather one that is striving – in a very natural way – to make sense of incoming data that are ambiguous.” - See more at: https://www.cam.ac.uk/research/news/how-hallucinations-emerge-from-trying-to-make-sense-of-an-ambiguous-world#sthash.pE9nsO52.dpuf

Doch wie sieht es mit den gesunden Gehirnen aus? Um diese Frage zu klären, wiederholten die Forscher ihr Experiment mit 40 neuen gesunden Probanden, bei denen sie zuvor die Anfälligkeit für Psychosen ermittelt hatten. Auch sie waren nach Betrachtung der Farbbilder erfolgreicher - allen voran diejenigen mit der höchsten Psychoseanfälligkeit. Es spricht also einiges dafür, dass zwischen "normaler" und veränderter Wahrnehmung fließedne Übergänge existieren.


Text: Inge Hüsgen
Abbildungen: University of Cambridge 

Zum Weiterlesen:

Montag, 4. Januar 2016

Der Geschmackssin liebt Selbstgemachtes


Im neuen Jahr ernähren wir uns gesünder  und achten überhaupt mehr auf Lebensqualität. Für alle, die sich solche oder ähnliche Vorsätze in den Kalender geschrieben haben, präsentiert ein deutsch-schweizerisches Forscherteam jetzt den ultimativen Tipp: Bereiten Sie Ihre Speisen einfach selbst zu, dann schmeckt es am besten. Das gilt vor allem bei gesunden Rezepten.

Die Kölner Gesundheits- und Ernährungspsychologin Dr. Simone Dohle und ihr Team lud dazu ihre Probanden an der ETH Zürich in die Versuchsküche. Eine Gruppe durfte einen Shake nach vorgegebenem Rezept zubereiten, bei der zweiten Gruppe übernahm die Versuchsleiterin die Arbeit. Sie zeigte den Probanden jedoch das Rezept und ließ sie bei der Zubereitung zusehen.

Bei der anschließenden Verkostung fanden die sie das selbst gemachte Getränk schmackhafter - selbst dann, wenn beide Male Rezept und Zutaten gleich waren. Es gab zwei verschiedene Rezepte: eines enthielt nur gesunde Zutaten, das andere nur ungesunde. Der positive Effekt beim Selbermachen zeigte sich beim gesunden Shake besonders deutlich.

Aber warum lässt sich unser Geschmackssinn so in die Irre führen? Weil es aufwändig ist, einen Shake selbst zuzubereiten, so die Forscher. Und diesen Aufwand wollen wir vor uns selbst rechtfertigen - zum Beispiel, indem wir den Geschmack besser bewerten.

Es kann vermutet werden, dass Fertigprodukte allein schon deshalb weniger gut schmecken, weil sie keinen Aufwand verursachen. Wer dagegen etwas Zeit und Mühe in der Küche aufwendet, wird sein Essen auch mehr genießen können. Wer den Shake selbst zubereitet, schenkt zudem den Zutaten eine höhere Beachtung. Handelt es sich vor allem um ungesunde Zutaten, fällt dies bei eigenhändiger Zubereitung eher auf als wenn eine andere Person den Shake zubereitet,
so die Uni Köln. Nach Ansicht der Forscher erklärt dies auch, warum wir Fertigprodukte so fad finden. Sie verurschen schlicht zu wenig Aufwand.

Wer dagegen etwas Zeit und Mühe in der Küche aufwendet, wird sein Essen auch mehr genießen können. Da dies vor allem für gesundes Essen der Fall zu sein scheint, könnten gerade Personen davon profitieren, denen eine gesunde Ernährung wichtig ist.
In diesem Sinne also: Ab in die Küche!

Text: Inge Hüsgen 
Foto: lanusius, Wikimedia Commons

Zum Weiterlesen: