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Freitag, 4. September 2015

Symposium 2015: Krankes Gehirn - kranke Seele?


"Wie das Gehirn die Seele macht", erklärt Gerhard Roth in seinem aktuellen Buch, auf das wir in der letzten Woche hingewiesen haben. Was aber, wenn das Gehirn erkrankt, wenn es im Laufe seiner Entwicklung oder durch einen Unfall geschädigt wird? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt seines Vortrags beim Symposium turmdersinne 2015.
Die Mehrzahl der psychischen Erkrankungen einschließlich Persönlichkeitsstörungen und gewalttätigen, antisozialen Verhaltens und Psychopathie geht auf eine Kombination genetisch-epigenetischer Vorbelastungen und teils vorgeburtliche, teils früh nachgeburtliche Störungen des Stressverarbeitungs-, Selbstberuhigungs- und Bindungssystems zurück, die durch positive oder negative spätere Erfahrungen verstärkt oder abgeschwächt werden, 
so der Professor für Verhaltensphysiologie am Zentrum für Kognitionswissenschaften der Uni Bremen. Doch eine Psychotherapie kann in vielen Fällen helfen. Doch welche Faktoren machen eine wirksame Psychotherapie aus? Auch auf diese Frage wird Roth eingehen.

Übrigens: In diesem Jahr ist Gerhard Roth bereits zum dritten Mal als Referent bei einem Sympsoium turmdersinne dabei.

2011 legte er eindrucksvoll dar, wie sehr die Handlungen von Straftätern durch neurobiologische und psychologische Faktoren bestimmt werden, und plädierte auf dieser Basis dafür, das alte Modell von Schuld und Sühne durch Hilfsangebote und Therapien für die Betroffenen zu ersetzen.

Und beim Symposium 2009 erläuterte Roth, inwieweit Intelligenz und Kreativität angeboren sind und in welchem Rahmen sie sich durch Erziehung und Übung verändern lassen.


Symposium turmdersinne 2015
Prof. Gerhard Roth
Sonntag, 11. Oktober 2015, 09:00-09:45 Uhr
Krankes Gehirn – kranke Seele?
Neurobiologische Grundlagen psychischer Erkrankungen und ihrer Therapie (Zusammenfassung)

Symposium turmdersinne 2015
Gehirne zwischen Liebe und Krieg
9.-11. Oktober 2015, Stadthalle Fürth
 Anmeldung
#symp2015

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