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Mittwoch, 23. September 2015

Symposium 2015: Hoffnung Mensch



Gewaltsame Konflikte haben unsere Evolution entscheidend geprägt, die Geschichte zeigt, wie aus unaffälligen Menschen Massenmörder werden; und heute kennen wir den Teufelskreis von frühkindlichen Gewalterfahrungen und eigener Täterschaft. Eine Bestandsaufnahme, die den vielztieren "Glauben an die Menschheit" ins Wanken bringt.

Aber halt! Unsere Spezies hat mehr drauf als Blutvergießen und (Selbt-)Zerstörung, ist der Philosoph, Schriftsteller und gbs-Vorstandssprecher Dr. Michael Schmidt-Salomon überzeugt. Sein aktuelles Buch trägt denn auch den optimistischen Titel "Hoffnung Mensch".

Die biologische und kulturelle Entwicklung unserer Spezies zeigt, dass wir das Potenzial haben, immer besser, immer "humaner" zu werden,
 schreibt er im Vorwort. Und seine Vision ist eine säkular-humanistische:

Die Natur hat uns ganz besondere Talente in die Wiege gelegt, auch wenn wir es bisher nur selten verstanden haben, diese Talente sinnvoll zu nutzen. Doch wenn dies geschah, kam es zu jenen wunderbaren Momenten, in denen die Natur sich gewissermaßen selbst überschritt. "Mutter Natur" war dies freilich völlig schnuppe - uns aber sollte es keinesfalls egal sein: Immerhin hat die Evolution Jahrmilliarden gebraucht, um ein Wesen hervorzubringen, das in der Lage ist, den evolutionären Prozesse zu durchschauen. Schon allein deshalb wäre es schade um uns. 
Bleibt die Frage, wie es uns gelingt, das Spannungsfeld zwischen Empathie gegenüber den eigenen Leuten und Feindseligkeit gegenüber Fremden zu überwinden. Eine Antwort stellt Schmidt-Salomon beim Symposium turmdersinne zur Diskussion.

Symposium turmdersinne 2015
Sonntag, 11. Oktober 2015, 11:00-11:45 Uhr
Nächstenliebe und Fernstenhass
Lässt sich der moralische Dualismus überwinden? (Zusammenfassung)

Symposium turmdersinne 2015
Gehirne zwischen Liebe und Krieg
9.-11. Oktober 2015, Stadthalle Fürth
Anmeldung
#symp2015


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