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Mittwoch, 1. Juli 2015

Symposium 2015: Wir sind Überlebenskünstler

Es ist spät am Abend und Sie sind allein unterwegs. Der Weg führt durch eine dunkle Unterführung und niemand sonst ist auf der Straße zu sehen. Da - ein Geräusch! Sind das etwa Schritte hinter Ihnen? Ihr Herz schlägt schneller, die Schritte beschleunigen sich. Gleichzeitig lauschen Sie gespannt in die Nacht. Ist da etwa noch mehr zu hören? Erst als Sie wieder unter freiem Himmel stehen, blicken sie sich um: nichts, nur ein raschelndes Papier im Wind. Puh, noch mal Glück gehabt!

Wenn wir uns bedroht fühlen, schaltet der Körper auf Alarm. Jeden Augenblick bereit zu flüchten oder uns zu verteidigen, nehmen wir Geräusche und andere Reize überdeutlich wahr, während der logische Verstand herunterfährt. Ein Erfolgsrezept der Evolution, denn lieber ein paar Mal blinder Alarm als unvorbereitet in reale Gefahr geraten!

Doch was ist, wenn jemand ständig Bedrohungen wittert, selbst in objektiv ungefährlichen Situationen? Angstpatienten wissen, dass ein übersensibles Alarmsystem den Menschen kaum noch zur Ruhe kommen lässt.

Wie sich solche individuellen Unterschiede im Gehirn widerspiegeln und in welcher Weise Erinnerungen an frühere Situationen unsere Reaktion auf - gefühlte oder reale - Bedrohung beeinflussen, erforscht Guillén Fernandéz, Professor für kognitive Neurowissenschaften und Direktor des Donders Instituts an der Radboud Universität Nimwegen. Verpassen Sie nicht seinen Vortrag auf dem Symposium turmdersinne 2015!


Samstag, 10. Oktober 2015, 09:45-10:30 Uhr
Prof. Dr. Guillén Fernández
Wir sind ÜberlebenskünstlerNeurobiologie der Gefahrenabwehr

Symposium turmdersinne 2015
Gehirne zwischen Liebe und Krieg 
9.-11. Oktober 2015, Stadthalle Fürth
Anmeldung
#symp2015



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