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Mittwoch, 15. Juli 2015

Symposium 2015: Das Menschenbild der Neurowissenschaften und die Ethik

Foto: Evelin Frerk

Erleben wir eine Revolution des Menschenbildes durch die Fortschritte der Neurowissenschaften? Zu einer vorsichtigen Einschätzung dierser Fragekommt Prof. Dieter Birnbacher, Professor für Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung. Denn die meisten der neuen Erkenntnisse bestätigen lediglich ältere Thesen, die in der Psychologie bereits lange diskutiert werden, so Birnbacher. Gleichzeitig blieben zentrale Fragen der Anthropologie weiterhin wissenschaftlich ungeklärt.

Spannend wird es jedoch, wenn wir die kognitiven Grundlagen gemeinsamer Handlungen betrachten, so Birnbacher:
Viele menschliche Interaktionen und Errungenschaften beruhen auf der Fähigkeit, unsere Handlungen mit denen anderer abzustimmen. Dies reicht vom Zuprosten in der Kneipe bis zu herausragenden Koordinationsleistungen beim Synchronspringen, beim Tangotanzen oder beim Spielen eines Klavierduetts. Um die dem gemeinsamen Handeln zugrunde liegenden kognitiven Prozesse zu verstehen, reicht es nicht aus, Individuen isoliert zu betrachten.
Genau dies geschieht derzeit in den Kognitionswissenschaften - mit überraschenden neuen Resultaten. Auf dem Symposium turmdersinne 2015 stellt Birnbacher einige dieser Forschungen vor.

Übrigens: Über das Verhältnis von Philosophie und Neurowissenschaften und den Einfluss akuteller Forschungsergebnisse auf unser Menschenbild hat sich Helmut Fink mit ihm unterhalten.  

Samstag, 10. Oktober 2015, 11:45-12:30 Uhr
Prof. Dieter Birnbacher
Des Kaisers neue Kleider?Das Menschenbild der Neurowissenschaften
und die Ethik (Zusammenfassung)

Symposium turmdersinne 2015
Gehirne zwischen Liebe und Krieg
9.-11. Oktober 2015, Stadthalle Fürth
Anmeldung
#symp2015

Zum Weiterlesen:

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