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Donnerstag, 23. Juli 2015

Symposium 2015: Darwins dunkles Erbe


Evolutionsmotor Krieg? Charles Darwin Darwin vermutete in gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Menschengruppen einen bedeutenden Faktor für die evolutionäre Entwicklung unseres Sozialverhaltens. Doch im 20. Jahrhundert legten Verhaltensbiologen und Anthropologen diese Idee erst mal auf Eis. Gleichwohl sorgt sie heute wieder für hitzige Debatten. 

Ebenfalls in den Fokus der Aufmerksamkeit ist ein weiteres Phänomen gerückt, das im Englischen "parochial altruism" genannt wird: Man zeigt sich bei den eigenen Leuten loyal bis zur Selbstaufgabe, aber misstrauisch bis aggressiv gegenüber Fremden - eine nur allzu bekannte Verhaltensweise, ob am Stammtisch oder in der Weltpolitik. 

Doch während wir uns mit der Vorstellung gegenseitiger Hilfe unter Individuen gern anfreunden, wirft sie für Evolutionsbiologen ebenso spannende Fragen auf wie der Krieg, der seine blutige Spur durch Zeiten und Kontinente zieht. 

Welchen evolutionären Vorteil bringt es, sich für die Gruppe aufzuopfern? Und was wissen wir heute über die Einflüsse gewaltsamer Zwischengruppenkonflikte in der Evolution menschlichen Sozialverhaltens?

Mit solchen Fragen befasst sich der Verhaltensökonom, Wirtschaftsethiker und promovierte Biologe Dr. Hannes Rusch. Heute erforscht er die Evolution von Kooperation und Altruismus und wie es zu Konflikten zwischen verschiedenen Menschengruppen kommt. Dabei greift Rusch auf die evolutionäre Spieltheorie, statistische Analysen historischer Daten und die Methoden der experimentellen Ökonomik zurück. Welche aktuellen Ergebisse derzeit diskutiert werden, erläutert er beim Symposium turmdersinne 2015. 



Samstag, 10. Oktober 2015, 14:30-15:15 Uhr
Darwins dunkles Erbe
Gewaltsame Zwischengruppenkonflikte in der menschlichen Evolution (Zusammenfassung)
 
Symposium turmdersinne 2015
Gehirne zwischen Liebe und Krieg
9.-11. Oktober 2015, Stadthalle Fürth
Anmeldung
#symp2015


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