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Mittwoch, 3. Juni 2015

Symposium turmdersinne 2015: Der Urkonflkt von Emanzipation und Nostalgie



Wie ist die Welt entstanden?  Lauscht man traditionellen Mythen, erhält man völlig andere Antworten, als Wissenschaftler sie geben. Ein Konflikt? Nicht grundsätzlich, ist der Psychologe und Ethologe Prof. Norbert Bischof überzeugt. Gewiss lassen sich die beiden Erklärungsformen nicht unter einen Hut bringen, doch liege dies in der Natur der Sache: Während die Wissenschaft zur Erklärung der materiellen Welt angetreten sei, handele es sich beim Mythos um eine Orientierungshilfe für das System menschlicher Antriebe und Affekte. Nur: Solange die Wissenschaft die Frage nach den objektiven Fundamenten unserer Existenz noch nicht beantworten konnte, musste dafür der Mythos herhalten, die psychosoziale Welt wurde "fast zwangsläufig auch zur verborgenen Quelle kosmologischer Sinndeutungen".

Damit ist heute Schluss, so Bischof:  
Nur noch degenerierte Surrogate, insbesondere politische Ideologien und Utopien, übernehmen jetzt seine Funktion und können verheerende Wirkungen auf die Affekte der Menschen ausüben, von denen sie Besitz genommen haben.
Wie sich auf dieser Basis gegenwärtige Phänomene wie linker und rechter Radikalismus verstehen lassen, erklärt Norbert Bischof am Eröffnungsabend des Symposiums turmdersinne am Freitag, 9. Oktober 2015.

Freitag, 9. Oktober 2015, 19:00-21:00 Uhr
Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Bischof
Mythos, Utopie, Ideologie
Der Urkonflikt von Emanzipation und Nostalgie

Symposium turmdersinne 2015
Gehirne zwischen Liebe und Krieg 
9.-11. Oktober 2015, Stadthalle Fürth
Anmeldung
#symp2015


Zum Weiterlesen: 
 

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