News

Mittwoch, 24. Juni 2015

Symposium 2015: Mechanismen der Liebe (2)


Wie sieht Liebe im Hirnscanner aus? Dies ist nur eine der vielen Forschungsfragen, denen sich Dr. Andreas Bartels widmet. Beim Symposium turmdersinne 2015 berichtet er von seiner Arbeit und erklärt, was wir heute über die Mechanismen der Liebe im Gehirn und in den Genen wissen.

Andreas Bartels hat in Zürich Zoologie studiert, am Salk Institute in San Diego (USA) erforschte er Computermodelle von Neuronen und schrieb seine Promotionsarbeit am Londoner University College. Das Thema: bildgebende Neurowissenschaften. Heute leitet er eine Forschungsgruppe am Zentrum für Integrative Neurowissenschaften und am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, die beide in Tübingen beheimatet sind. 
 

Samstag, 10. Oktober 2015, 09:00-09:45 Uhr
Dr. Andreas Bartels
Mechanismen der Liebe
Wie Gene und Biochemie uns Amors Pfeil ins Hirn setzen
(Zusammenfassung)

Symposium turmdersinne 2015
Gehirne zwischen Liebe und Krieg 
9.-11. Oktober 2015, Stadthalle Fürth
Anmeldung
#symp2015


Zum Weiterlesen: 
  • In der Print-Ausgabe der Nürnberger Nachrichten stellt Angela Giese die Forschungen von Andreas Bartels vor: Nürnberger Nachrichten, 24.07.2015: "In der Liebe ticken Mensch und Wühlmaus ähnlich".
  • Das Symposium 2015 im turmdersinne-Blog

Freitag, 19. Juni 2015

Symposium 2015: Mechanismen der Liebe (1)


Amors Pfeil trifft mitten ins Hirn. Hormone wie Adrenalin und Cortisol, Dopamin und Qxytocin sind verantwortlich für das, was uns als Verliebtheit in den siebten Himmel befördert. Doch die Grundsteine für die Chemie unserer zwischenmenschlichen Emotionen werden bereits früh im Leben gelegt, wie die Neurobiologie gezeigt hat.

Genau diese Vorgänge erforscht Dr. Andreas Bartels vom Zentrum für Integrative Neurowissenschaften und dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen. Beim Symposium turmdersinne 2015 berichtet er über einen seiner Arbeitsschwerpunkte, die neuronalen Mechanismen von Emotionen, insb. der romantischen und mütterlichen Liebe.

Er berichtet, wie moderne Liebestränke Tiere lebenslang aneinander binden und Blockademittel eine Mutter dazu bringen, ihr Kind zu verstoßen - "dieselben Mechanismen binden auch uns", so Bartels. Und sie beherrschen unser Miteinander, wie er in seinem Vortrag erläutert. Seien Sie dabei, wenn er aus biologischer Sicht erklärt, weshalb Kinder, die in einer liebevollen Umgebung aufwuchsen, im späteren Leben sozial aktiver sind. Und erfahren Sie die biologischen Grundlagen für den schmalen Grat zwischen  Gruppenzusammenhalt und der Aggression gegenüber "den anderen".

Inge Hüsgen

Samstag, 10. Oktober 2015, 09:00-09:45
Dr. Andreas Bartels
Mechanismen der Liebe
Wie Gene und Biochemie uns Armors Pfeil ins Hirn setzen (Zusammenfassung)


Symposium turmdersinne 2015
Gehirne zwischen Liebe und Krieg 
9.-11. Oktober 2015, Stadthalle Fürth
Anmeldung
#symp2015


Zum Weiterlesen: 
  • In der Print-Ausgabe der Nürnberger Nachrichten stellt Angela Giese die Forschungen von Andreas Bartels vor: Nürnberger Nachrichten, 24.07.2015: "In der Liebe ticken Mensch und Wühlmaus ähnlich".
  • Das Symposium 2015 im turmdersinne-Blog

 




Dienstag, 16. Juni 2015

Sonderausstellung "Sinneszauber"


Können wir die Welt erkennen? Steckt der Geist im Gehirn? Sind unsere Werte naturgegeben? Und ist Glück ein guter Maßstab fürs Leben? Solche Fragen zu stellen heißt zu philosophieren. Klingt abgehoben? Ganz im  Gegenteil: Fragen der Philosophie begleiten uns auf Schritt und Tritt, wie die neue Sonderausstellung im Hands-on-Museum turmdersinne zeigt.

Präsentiert wird das Projekt "Sinneszauber", das - gefördert von der Bayerischen Sparkassenstiftung - bereits Jugendliche an das Abenteuer Philosophie heranführt. Neben kurzen Einführungstexten zu verschiedenen Grundfragen gehören dazu auch die Abenteuer der fünfköpfigen "Philo-Clique", einer Gruppe von Jugendlichen samt Hund, die im Alltag immer wieder auf philosophische Probleme stößt.


Auf welche? Das möchte das turmdersinne-Team nun von Ihnen erfahren. In einem Wettbewerb suchen wir Ihre besten selbst ausgedachten "Philo-Geschichten". Schreiben Sie uns, was die Philo-Clique erlebt und wie die Freunde zu Fragen von Moral, Erkenntnis und vielem mehr stehen! Es winken attraktive Preise und Sie helfen mit, den Spaß am Denken weiterzuverbreiten. Einsendeschluss ist Donnerstag, 10. Septeber 2015. Wir freuen uns auf Ihre Ideen.
 
Anregungen finden Sie in der Ausstellung, die das Hands-on-Museum in zwei zeitlich aufeinanderfolgenden Blöcken präsentiert. Die erste Häfte wird bis 26. Juli 2014 gezeigt, die zweite Hälfte folgt vom 28. Juli bis 20. September.

Zum Weiterlesen:

Mittwoch, 10. Juni 2015

Symposium 2015: Buchtipp "Moral"



Alles andere als banal ist das Thema, dem sich Prof. Norbert Bischof, Eröffnungsreferent beim Symposium turmdersinne 2015, in seinem aktuellen Buch widmet. Von der "nobelsten, segensreichsten Errungenschaft der Humanität, der Krönung des Schöpfungswerkes" ist da die Rede, aber auch "von dem gefährlichsten, erbarmungslosesten Mordinstrument, dem mehr Menschen ihr Leben opfern mussten als den schlimmsten Naturkatastrophen". Die Moral vereint für ihn all diese widersprüchlichen Aspekte.

Mit dem 2012 erschienenen Band knüpft der heute 85-Jährige an Jahrzehnte intellektueller Überlegungen an, wie sie etwa in seinen vorhergehenden Veröffentlichungen "Das Rätsel Ödipus" (1985) und "Das Kraftfeld der Mythen" (1996) dargelegt sind. Und nun mit "Moral" der Abschluss der Trilogie.
"Ein Buch über Moral kann eigentlich nur in der Abenddämmerung des Lebens reifen"
 schreibt Bischof,
"Und auch dann nur, wenn einem zuvor die Versuchung erspart blieb, sich der Karriere zuliebe in sterilem Spezialistentum zu verlieren."
Gewiss ist der Band keine leichtgewichtige Lektüre, sondern anspruchsvolle Kost, die liebgewonnenes Klischeedenken herausfordert. Die Mühe lohnt sich gleichwohl - oder gerade deshalb!


Norbert Bischof: Moral. Ihre Natur, ihre Dynamik, ihre Schatten. Böhlau 2012

Symposium turmdersinne 2015
Gehirne zwischen Liebe und Krieg 
9.-11. Oktober 2015, Stadthalle Fürth
Anmeldung
#symp2015


Zum Weiterlesen: 

Mittwoch, 3. Juni 2015

Symposium turmdersinne 2015: Der Urkonflkt von Emanzipation und Nostalgie



Wie ist die Welt entstanden?  Lauscht man traditionellen Mythen, erhält man völlig andere Antworten, als Wissenschaftler sie geben. Ein Konflikt? Nicht grundsätzlich, ist der Psychologe und Ethologe Prof. Norbert Bischof überzeugt. Gewiss lassen sich die beiden Erklärungsformen nicht unter einen Hut bringen, doch liege dies in der Natur der Sache: Während die Wissenschaft zur Erklärung der materiellen Welt angetreten sei, handele es sich beim Mythos um eine Orientierungshilfe für das System menschlicher Antriebe und Affekte. Nur: Solange die Wissenschaft die Frage nach den objektiven Fundamenten unserer Existenz noch nicht beantworten konnte, musste dafür der Mythos herhalten, die psychosoziale Welt wurde "fast zwangsläufig auch zur verborgenen Quelle kosmologischer Sinndeutungen".

Damit ist heute Schluss, so Bischof:  
Nur noch degenerierte Surrogate, insbesondere politische Ideologien und Utopien, übernehmen jetzt seine Funktion und können verheerende Wirkungen auf die Affekte der Menschen ausüben, von denen sie Besitz genommen haben.
Wie sich auf dieser Basis gegenwärtige Phänomene wie linker und rechter Radikalismus verstehen lassen, erklärt Norbert Bischof am Eröffnungsabend des Symposiums turmdersinne am Freitag, 9. Oktober 2015.

Freitag, 9. Oktober 2015, 19:00-21:00 Uhr
Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Bischof
Mythos, Utopie, Ideologie
Der Urkonflikt von Emanzipation und Nostalgie

Symposium turmdersinne 2015
Gehirne zwischen Liebe und Krieg 
9.-11. Oktober 2015, Stadthalle Fürth
Anmeldung
#symp2015


Zum Weiterlesen: