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Donnerstag, 2. April 2015

Von Sinnen: Die Evolution der Fantasie

 "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit",
soll Karl Valentin einmal gesagt haben.Und trotzdem schrecken wir Menschen nicht vor dieser Mühe zurück. Schon Kinder lieben es zu tanzen und zu malen, Erwachsene singen unter der Dusche, dekorieren die Wohnung, und einige schaffen Werke, die selbst nach Jahrhunderten noch faszinieren. Offenbar begleitet die Kunt den Menschen ein Leben lang - und das schon seit der Altsteinzeit.

Aber hat sie einen Nutzen? Löst sie Probleme? Solche Fragen stellen Wissenschaftler wie Thomas Junker. Wie eine mögliche Antwort der Evolutionsbiologie lauten könnte, erklärt Junker am kommenden Dienstag, 08. April 2015, im Nicolaus-Copernicus-Planetarium.

Thomas Junker

Junker ist Professor an der Fakultät für Biologie der Universität Tübingen und stand bereits als Referent beim Symposium turmdersinne 2012 auf dem Podium. In seinem aktuellen Vortrag diskutiert er, welchen evolutionären Vorteil scheinbar nutzloses Kunstschaffen dem Homo Sapiens bringt. Dabei wird es auch um so genannte "teure Signale" gehen - so nennen Evolutionsbiologen Verhaltensweisen, Rituale und körperliche Merkmale, die sich ein Individuum nur leisten kann, wenn es besonders lebenstüchtig ist. Was dies für die gegenwärtige und zukünftige Kunstszene bedeutet? Auch darauf wird Thomas Junker eingehen.

Thomas Junker: Die Evolution der Fantasie. Warum wir ohne Kunst nicht leben können.
Ein Vortrag aus der Reihe "Von Sinnen"
Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg,19.30 Uhr
Eintritt. 7,- Euro/ erm. 5 Euro
Anmeldung: BZ Nürnberg

Zum Weiterlesen:
  • Thomas Junker: Die Evolution der Phantasie: Wie der Mensch zum Künstler wurde. Hirzel Verlag, 2013.
  • Thomas Junker, Sabine Paul: Der Darwin-Code: Die Evolution erklärt unser Leben. Beck, 2010.
  • Thomas Junker, Uwe Hoßfeld: Die Entdeckung der Evolution: Eine revolutionäre Theorie und ihre Geschichte. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2009.

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