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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Schimpansen: Wer zuerst kommt ...



Manchmal muss man clever in die Zukunft denken, um sich eine knappe Delikatessen zu sichern. Vieles spricht dafür, dass wir Menschen mit dieser Fähigkeit nicht allein sind. Genau dasselbe tun offenbar wildlebende Schimpansen, wie Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie (Leipzig) beobachtet haben.

An insgesamt 275 Tagen zwischen 2008 bis 2011 beobachtete das Team um Karline Janmaat eine Gruppe von fünf Schimpansenweibchen und ihren Jungen. Die Tiere leben in Westafrika, wo neben anderen Obstarten auch Feigenbäume wachsen. Die reifen Früchte schmecken süß und liefern konzentrierte Energie. Doch die Reifung vollzieht sich rasch und die Konkurrenz ist groß. Viele Tiere schätzen die leckeren Feigen, die verschiedenen Schimpansengruppen ebenso wie andere Affen und Vögel.

Um unter diesen Umständen nicht leer auszugehen, sind besondere Strategien gefragt. Die Schimpansen lösten die Aufgabe mit Intelligenz: So legten sie in der Feigen-Saison ihre Schlafnester auf dem Weg zum nächsten Baum mit den beliebten Früchten an. Noch bei Dunkelheit machten sie sich auf den Weg – je weiter die Strecke, desto früher brachen sie auf. In der Reifezeit anderer, weniger beliebter Obstarten taten sie dies nicht.Für Karline Janmaat ist die Sache klar: „Schimpansen leben nicht nur im Jetzt. Sie können ihre Handlungen vorausplanen.“ 

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