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Mittwoch, 12. März 2014

brainWEEK 2014: Mythos Übergewicht

"Dick wird man vom vielen Essen, doch eine strenge Diät lässt die überflüssigen Pfunde purzeln. Zum Glück, denn Dicksein macht krank." Alles falsch!

Prof. Achim Peters


So die spannende These von Prof. Achim Peters, die er am Dienstag, 11. März 2014, im Rahmen der Nürnberger brainWEEK vor ausverkauftem Haus vorstellte. 



In seinem Buch mit dem prägnanten Titel "Mythos Übergewicht" nennt der Hirnforscher, Endokrinologe und Diabetologe Peters gute Gründe für ein Umdenken hinsichtlich Ernährung und Gesundheit. 



So etwas wie Übergewicht gibt es gar nicht, so das Fazit eines von ihm geleiteten bisher zehnjährigen DFG-unterstützten Forschungsprojektes. Vielmehr ist unser Gewicht das Resultat der jeweiligen Lebenssituation - und spiegelt den Energiebedarf des Gehirns wider. Der steigt jedoch, wenn wir uns bedroht, unterdrückt oder unverstanden fühlen. In solchen Situationen fährt das Gehirn einen Überlastungsschutz hoch und dazu braucht es jede Menge Energie, also Nahrung.

Letztlich ist es also der Stress, der das Gewicht nach oben treibt. Kein Wunder, dass Diätprogramme allesamt zum Scheitern verurteilt sind, so Peters. Hinsichtlich der Gesundheit zahlt sich die Strategie des Körpers übrigens aus: In Stress-Situationen erweisen sich dicke Menschen widerstandfähiger als die Dünnen. Sie leiden seltener an Arteriosklerose, bekommen weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle. Sprich: Sie bleiben letztlich gesünder und haben eine längere Lebenserwartung.

Text: Inge Hüsgen 
 Fotos:  2014 Karin Becker im Auftrag des turmdersinne



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