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Donnerstag, 31. Oktober 2013

turmdersinne beim Forum Wissenschaftskommunikation


Homöopathie und Heilversprechen; Ufos, Geister, Wünschelruten: Alles wissenschaftlich fundiert – oder?
Dass hier eine dicke Portion Skepsis angebracht ist, wissen nicht nur Besucher der Veranstaltungsreihe „Außer Sinnen“.

Doch wie geht man am besten mit Vertretern solcher Parawissenschaften um? Darüber diskutiert turmdersinne-Geschäftsführer Dr. Rainer Rosenzweig beim Forum Wissenschaftskommunikation am Mittwoch, 13. November 2013, in Karlsruhe.  

Mit ihm auf dem Podium: die Journalistin  Nicole Heißmann, die gemeinsam mit Dr. Christian Weymayr das vieldiskutierte Buch „Die Homöopathie-Lüge“ verfasst hat, und Dr. Florian Freistetter, Astronom und Science-Blogger. Auf Astrodicticum simplex und in seinen Büchern widmet er sich auch schon mal schrägen Themen wie etwa dem Weltuntergang 2012. Die Leitung der Diskussion hat Dr. Julia Offe vom Vorstand der GWUP.

Dass der Unsinn im Wissenschaftsgewand derzeit einen Boom erlebt, wundert Rainer Rosenzweig nicht. Schließlich werde es in unserer zunehmend komplexen Welt immer schwieriger, seriöse von unseriösen Behauptungen zu unterscheiden. Wer könne schon in jedem Fall sagen, ob etwa eine neue Therapie seriös, weil methodisch gut begründet, oder eher unseriös ist, weil die Begründung fehlt oder die angewandte Methodik nichts taugt? Selbst mit guter wissenschaftlicher Ausbildung sei dies nicht immer in jedem Punkt möglich. Rosenzweig:
Gerade deswegen wird es aus meiner Sicht immer wichtiger, geradezu unumgänglich, sich auf effektive, wirkungsvolle Standards zu einigen, mit denen man die Spreu vom Weizen trennen kann. Sprüche wie "Wer heilt hat recht!" oder der unangebrachte Hinweis auf Hamlets "Dinge zwischen Himmel und Erde" signalisieren für mich die besorgniserregende Tendenz, sich für die Methodik der Erkenntnisgewinnung gar nicht mehr zu interessieren und stattdessen blind oder je nach Gusto allen möglichen Behauptungen Tür und Tor zu öffnen, wenn diese gesellschaftlich opportun erscheinen.

Das Forum Wissenschaftskommunikation der Initiative Wissenschaft im Dialog findet in diesem Jahr vom 11. bis 13. November 2013 statt. Die Veranstaltung ist jährlicher Treffpunkt für Vertreter von Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftsmarketing, also Wissenschaftler, PR-Mitarbeiter, Wissenschaftsjournalisten sowie Lehrer und Vertreter von Science Centern.

Zu den Schwerpunktthemen gehören neue Zielgruppen und die Evaluation in der Wissenschaftskommunikation. Übrigens: Noch gibt es einige freie Plätze.

Inge Hüsgen 



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