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Freitag, 20. September 2013

"Tom Troscianko Award" für Prof. Michael Bach



Den Besucher der Veranstaltungsreihe "Von Sinnen" ist Prof. Michael Bach vom wissenschaftlichen Beirat des turmdersinne durch seine alljährliche Präsentation von Beiträgen des "Best Visual Illusion Contest" ein Begriff. Auf einer umfangreichen Website präsentiert der Sehforscher von der Universitäts-Augenklinik Freiburg eine interaktive Sammlung von Sehphänomenen und visuellen Täuschungen.

Nun wurde Prof. Bach mit dem „Tom Troscianko Award” ausgezeichnet. „Akustische Variationen mit dem Ames-Fenster“ nannte er das Gesamtkunstwerk, welches Ames-Fenster zum Anfassen und in Musik-Filmen umfasste, mit live selbst gespielter Rockgitarre.

Das Ames-Fenster funktioniert ähnlich wie der Ames-Raum im Hands-on-Museum turmdersinne. Beide entstammen dem Ideenreichtum von Adelbert Ames (1835-1933), der sich als Maler und Wahrenhmungsforscher mit perspektivischer Wahrnehmung beschäftigte.

Beim Ames-Fenster handelt es sich um ein zweidimensionales Gebilde in Trapezform. Aufgrund unserer Seh-Erfahrungen deuten wir es jedoch als ein gewöhnliches, dreidimensionales Sprossenfenster in Schrägansicht. Damit handelt sich unser Gehirn verblüffende Täuschungen ein: Lässt man das Ames-Fenster um die Längsachse rotieren, stellt sich nach 35 bis 40 Sekunden Betrachtung ein kurioser Wahrnehmungseffekt ein: Das Fenster scheint sich nun nicht mehr zu drehen, sondern hin- und herzukippen. Mehr über die verblüffende Täuschung und Michael Bachs Video lesen Sie bald hier im Blog. 

Die Preisverleihung fand Ende August bei der jährlichen ECVP (European Conference on Visual Perception) Ende August in Bremen statt. Die Konferenz wird seit 1978 an wechselnden Orten in ganz Europa abgehalten, im Mittelpunkt stehen Fragen zur visuellen Wahrnehmung aus Sicht der Kognitions- und Neurowissenschaften sowie der Psychologie.

Der Preis erinnert an Tom Troscianko (1953-2011), der sich als Professor für experimentelle Psychologie an der Universität Bristol für die populäre Aufbereitung von Wissenschaft verdient gemacht hat. Besuchern der Nürnberger BrainWeek 2011 ist er unvergessen durch seinen fulminanten Auftritt bei der Abendshow „Science Meets Comedy“.

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