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Mittwoch, 3. April 2013

Von Sinnen: Wissen und Erinnern


Welche ist Ihre früheste Erinnerung? Bei den meisten Menschen setzt das biografische Gedächtnis etwa ab dem dritten Lebensjahr ein. Aber warum eigentlich nicht früher? Über diese Frage konnten die Forscher  lange Zeit nur mutmaßen. Ist das Gedächtnis in diesem Alter noch nicht nicht reif genug, um dauerhafte Inhalte zu produzieren? Werden die frühen Gedächtnisinhalte von späteren verdrängt beziehungsweise überlagert? Oder stecken vollkommen andere Mechanismen dahinter?

Heute machen es neue Untersuchungsmethoden möglich, bereits in der zehnten Lebenswoche Gedächtnisleistungen zu untersuchen. Die Aufgaben und Messtechniken erlauben es, die Arbeitsweise des Gedähtnisses bei Babys unmittelbar zu verfolgen. Mit überraschenden Ergebnissen, so Professorin Monika Knopf, Leiterin der Abteilung für Entwicklungspsychologie am Institut für Psychologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main:
Diese nicht-sprachlichen Lern- und Gedächtnisaufgaben zeigen, dass das Gedächtnis von Babys und Kleinkindern in bestimmten Bereichen erstaunliche Ähnlichkeiten mit dem Gedächtnis Erwachsener hat, in anderen Bereichen jedoch erst sukzessive seine Arbeit aufzunehmen scheint. Daraus leitet sich eine moderne Erklärung für die Erinnerungsschwierigkeit Erwachsener an ihre frühen Erlebnisse ab.

Am kommenden Dienstag, 9. April 2013, berichtet Monika Knopf im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Von Sinnen" über die aktuellen Forschungen auf diesem Gebiet.

Dienstag, 09.04.2013:
Prof. Dr. Monika Knopf: Wissen und Erinnern. Über die Anfänge des menschlichen Gedächtnisses.
(Zusammenfassung des Vortrags: hier.) 
Planetarium Nürnberg, Am Plärrer 41, 19.30 Uhr
Eintritt: 7 ,- Euro (erm. 5,- Euro) 
Buchung über BZ (Kurs-Nr. 00922)

Ab 18.30 Uhr ist das Sternencafé im Foyer des Planetariums für Sie geöffnet.

Übrigens: Ab 18:45 Uhr lädt das Weingut Probst zu einer kostenfreien Weinverkostung ein

Inge Hüsgen 

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