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Donnerstag, 18. Oktober 2012

Prof. Julia Fischer beim Symposium turmdersinne


Was steckt an tierischem Erbe in uns? Und welche Merkmale teilen wir mit unseren stammesgeschichtlichen Verwandten? „Ich finde den Affen im Menschen interessanter als den Menschen im Affen“, verrät die Primaten- und Verhaltensforscherin Prof. Julia Fischer heute gegenüber den Nürnberger Nachrichten. Julia Fischer arbeitet an der Uni Göttingen und leitet außerdem die Abteilung „Kognitive Ethologie“ am Deutschen Primatenzentrum. Ziemlich oft ist sie allerdings im Urwald unterwegs, beobachtet Alltagleben und Kommunikation unserer Verwandten untereinander.

Am Wochenende kommt Julia Fischer nach Nürnberg, um beim Symposium turmdersinne im Germanischen Nationalmuseum über ihr Forschungen zu berichten. Zum Thema „Das Tier im Menschen“ haben die Veranstalter eine ganze Reihe von renommierten Fachleuten als Referenten gewonnen, darunter Mediziner, Anthropologen, Neurowissenschaftler Philosophen.

Morgen Abend beginnt die seit Wochen ausverkaufte Drei-Tage-Veranstaltung mit einem Vortrag des bekannten Primatologen Prof. Volker Sommer. Julia Fischer ist am Samstag ab 14 Uhr zu sehen und zu hören. Unter dem Titel „Stimme in Stimmung“ spricht sie über Gefühle, Absichten und weibliche Reize in der menschlichen Stimme. Unter anderem wird sie erklären, wie wir anhand der Stimmlage unseres Gegenübers echte von gespielten Emotionen unterscheiden – und in welchen Fällen wir mit unserem Urteil falsch liegen. Außerdem wird sie die  Merkmale weiblicher Attraktivität in der Stimme erläutern.

Ein weites Feld, so ein Fazit der Forscherin: „Die Stimme verrät uns häufig mehr, als wir meinen – aber manchmal ist es auch umgekehrt.“

Zum Weiterlesen:
Julia Fischer. Affengesellschaft. Suhrkamp Verlag, 2012, € 26,95.

Inge Hüsgen

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