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Montag, 30. Juli 2012

Die große Ufo-Bilanz

Foto: Hermann Koberger
Besucher aus dem All - hier von Hermann Koberger im Bild festgehalten - ließen sich Freitag früh am Himmel üer Nürnberg blicken. Sind sie also endlich gekommen, die Raumfahrer aus fremden Welten? Natürlich nicht. Was da raumschiffartig durchs Bild zieht, ist ein außergewöhnlich heller Meteor - Astronomen sprechen von einer Feuerkugel. Zu beobachen sind solche Phänomene, wenn ein Gesteinsbrocken aus dem Weltraum in die Erdatmosphäre rast und dort verglüht - je größer, desto spektakulärer. 

Kein Wunder, dass nach solch einem Ereignis beim Ufo-Ermittler Werner Walter die Telefonleitungen glühen. Der Mannheimer recherchiert seit über 35 Jahren, was hinter Sichtungen von angeblichen außerirdischen Fluggeräten steckt. Über 4000 Fälle haben Walter und seine Kollegen vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) bisher untersucht. Echte Aliens haben sie aber sie allerdings noch keine entdeckt. Die bewegten Lichter am Nachthimmel gehen vielfach auf Flugzeuge, Himmelslaternen sowie auf helle Planeten zurück - und immer wieder auch auf prächtige Feuerkugeln wie oben im Bild.

Morgen kommt Werner Walter ins Nürnberger Nicolaus-Copernicus-Planetarium und zieht in einem Vortrag die Bilanz aus über drei Jahrzehnten kritischer Ufo-Forschung. Die Veranstaltung bildet den Abschluss der Reihe "Außer Sinnen". 

Werner Walter:
Wunderzeichen am Himmel
Die große Ufo-Bilanz
Dienstag, 31. Juli 2012, 19.30 Uhr 
Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg
Eintritt: 7,- €/erm. 5,-€


Inge Hüsgen

Montag, 16. Juli 2012

Nahtoderfahrungen - wissenschaftlich betrachtet

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Ein letzter Blick auf den eigenen Körper, weit weg. Dann der Tunnel, ein Licht und das Gefühl von allumfassendem Frieden – manche sagen, so sieht der Weg ins Jenseits aus. Schließlich seien sie einmal beinahe dort gewesen: nach lebensbedrohlichen Situationen, etwa einem schweren Unfall oder einer Operation, berichten viele Menschen von solchen Nahtoderfahrungen.
Neurowissenschaftler erklären diese Erlebnisse ganz ohne übernatürliche Phänomene. „Nicht alle Merkmale treten bei allen Nahtoderfahrungen auf. Sie sind auch kein exklusives Merkmal von Nahtoderfahrungen, sondern werden auch von neurologischen Patienten oder nach der Einnahme von Drogen berichtet “, weiß Bigna Lenggenhager. Die Neurowissenschaftlerin erforscht, was sich während solcher Zustände im Gehirn abspielt.

Inzwischen ist es sogar gelungen, einzelne Elemente bei Probanden im Experiment auszulösen. Außerkörperliche Erfahrungen zum Beispiel lassen sich letztlich auf so genannte multisensorische Konfilkte zurückführen. Ein bekanntes Beispiel ist die „Gummihand-Illusion“, die auch Besucher der Wanderausstellung tourdersinne ausprobieren können. Ein vergleichbarer Effekt lässt sich mit Hilfe von Kameras und Videobrillen für den ganzen Körper hervorrufen. Messungen der Hirnaktivität zeigen ähnliche Muster wie bei spontanen außerkorperlichen Erfahrungen.
Dennoch hinterlässt bei Versuchsperosnen das Geschehen einen deutlich schwächeren Eindruck als das Spontan-Erlebnis.„Die Betroffenen sind danach oft in Frieden mit sich selbst.“ berichtet Bigna Lenggenhager, "manche wollen gar nicht hören, dass die überwältigende Erfahrung nur auf eine besondere Reaktion der Neuronen bei Sauerstoffmangel zurückgeht. Diejenigen, die davon erzählen, sind meist auch an den wissenschaftlichen Hintergründen interessiert."
Dass sich die Beschäftigung mit den Phänomenen lohnt, zeigt Bigna Lenggenhager am morgigen Dienstag, 17.07.2012, ab 19.30 Uhr in ihrem Vortratg im Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg. Noch sind Karten zu haben.

Bigna Lenggenhager
Nahtoderfahrungen
Ein wissenschaftlicher Annäherungsversuch an ein mysteriöses Phänomen
Eine Veranstaltung aus der Reihe "Außer Sinnen"
Eintritt: 7 Euro, erm. 5,- Euro
Buchung über BZ Nürnberg

Inge Hüsgen