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Freitag, 13. April 2012

brainWEEK 2012 in Nürnberg

Die Veranstaltungen zur diesjährigen internationalen Woche des Gehirns in Nürnberg waren zum wiederholten Mal außerordentlich gut besucht.


Der turmdersinne koordiniert seit vielen Jahren im März Lesungen, Vorträge, Filmabende und Diskussionen in Kooperation mit lokalen Einrichtungen wie dem Klinikum Nürnberg, dem Programmkino Casablanca und dem Nicolaus-Copernicus Planetarium.
Dieses Jahr waren verschiedenste Themen aus den Kognitionswissenschaften vertreten: Eine Matinée eröffnete die brainWEEK mit Vorträgen von Medizinern des Klinikum Nürnberg, die aktuelle Forschungsergebnisse und Einsichten in das Thema „Gehirn und Gedächtnis“ gewährten. Rund 250 Besucher verfolgten Vorträge über die Funktionsweise des Gedächtnisses, den Informationsgehalt bildgebender Verfahren, „Mind-reading“, Gedächtnisstörungen und die Rolle des Unbewussten für das Gedächtnis.
Im turmdersinne konnten sie dieses neu gewonnene Wissen durch Erfahrung ergänzen. Eine spezielle Tour führte Besucher mit Augenmerk auf gedächtnisrelevante Phänomene durch das Hands-on-Museum (buchbar auch außerhalb der brainWEEK unter info@turmdersinne.de).

Auch der Nobelpreisträger Eric Kandel ist "Auf der Suche nach dem Gedächtnis”, wie der Titel der gleichnamigen Dokumentation über den charismatischen Wissenschaftler verrät. Der Film wurde im Rahmen der brainWEEK neben “Shutter island”, “Forgetting Dad” und “Goodnight Nobody” im Programmkino Casablanca gezeigt. Mediziner des Klinikums kommentierten anschließend die thematisierten Phänomene. So erfuhren die Besucher unter anderem, wie wichtig soziale Kontakte sowie Sport und Ernährung für ein gutes Gedächtnis im Alter sind; auch wenn Alzheimer noch nicht geheilt werden kann.

Die Lesung „Mann, Frau, Gehirn“ mit dem Geschäftsführer Rainer Rosenzweig, seiner Frau Barbara und dem Physiker Helmut Fink fasste aktuelle interdisziplinäre Erkenntnisse zu einem populären und viel diskutierten Thema zusammen.

Zum Abschluss der brainWEEK 2012 vereinte ein Highlight zwei scheinbar unvereinbare Disziplinen im Rahmen einer ausverkauften Veranstaltung im Nicolaus-Copernicus Planetarium: “Science meets comedy” beschreibt die Kombination aus dem englischsprachigen wissenschaftlichen Vortrag der Journalistin Rita Carter mit der unterhaltsamen „Übersetzung“ des Zauberkünstlers Thomas Fraps sowie seinen verblüffenden Tricks. Das Thema „Spuk im Hirn“ wurde so sowohl informativ als auch unterhaltsam präsentiert. Während Berichte über Entführungen durch Außerirdische mithilfe von luzidem Träumen und Schlaflähmung entzaubert werden konnten, verzauberte Thomas Fraps die faszinierten Besucher mit Tricks, die sie fragen ließen „Wie macht er das bloß?“.

Über 900 Besucher lockte das vielseitige Programm der brainWEEK 2012 allein in Nürnberg. Die nächste internationale Woche des Gehirns wird zu einem Termin stattfinden, der für den turmdersinne ein ganz besonderer ist: Das kleine Science Center am Westtor der Nürnberger Stadtmauer feiert im März 2013 Jubiläum! Seit 10 Jahren lädt der Stadtmauerturm mit interaktiven Exponaten dazu ein, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen. Möge uns das nächste Jahrzehnt noch mehr erstaunliche Phänomene, Wissenschaft zum Anfassen und Freude am Experimentieren bereiten!

Claudia Muth
Museumsleiterin des turmdersinne

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