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Mittwoch, 13. Juli 2011

Astrologie im Planetarium

Es wird noch ein turbulentes Jahr, machen wir uns nichts vor. Jedenfalls, wenn wir den der Astrologin Susanne Eder glauben wollen.

Vor allem im Rest-Juli und im August steht uns so einiges bevor: Und wer hat es uns eingebrockt? Na, Uranus und Pluto natürlich. Schreibt zumindest die Astrologin:

Sehen wir uns an, wofür diese beiden Planeten eigentlich stehen: URANUS steht für plötzliche Ereignisse, Explosionen, Elektrizität, Flugzeuge, Reformen, Astrologie, Überraschungen, Gruppenaktivitäten und Soziales, Abenteuer und Ungewöhnliches. PLUTO steht für Finanzen, Steuern, Banken, Versicherungen, Macht, Gewalt, Transformation, Tod, Operationen, Atomkraft, Okkultismus, Sexualität.
In den nächsten Wochen kann demnach so ziemlich alles passieren. Geht’s vielleicht ein bisschen präziser?
Offenbar nicht, denn vage Voraussagen sind eine Spezialität der Zukunftsdeuter.

Unglaublich, dass trotzdem noch so viele Menschen der Astrologie vertrauen.

Findet auch Michael Kunkel. Jedes Jahr im Dezember wertet der Wuppertaler Mathematiker in seinem Wahrsagercheck die Jahresprognosen von Astrologen, Wahrsagern und Hellsehern aus – und immer machen die Propheten dabei eine schlechte Figur. Schwurbelige Allerweltsaussagen, ein paar Zufallstreffer und immer wieder verheerende Fehlprognosen.

Astrologie, was ist das überhaupt?
"Die" Astrologie gibt es gar nicht. Unmengen von Schulen konkurrieren miteinander, arbeiten teils mit widersprüchlichen Ansätzen. Manche berufen sich auf uraltes Wissen, andere auf exakte Wissenschaft. Auf diese Weise könne man nicht nur in die Zukunft blicken, sondern - durch ein Geburtshoroskop - auch den Charakter eines Menschen erkennen. Wirklich? Warum schmiert die Astrologie dann bei kontrollierten Tests regelmäßig ab? Wieso das alljährliche Debakel beim Wahrsagercheck? Und weshalb scheitern Astrologen im Versuch daran, Probanden ihr Horoskop zuzuordnen?

Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich den kommenden Mittwoch, 20. Juli 2011 freihalten. Dann nämlich wirft Michael Kunkel im Nürnberger Planetarium einen "anderen Blick in die Sterne" - so der Titel seines Vortrags. Der Vortrag ist Abschluss der fünfteiligen Veranstaltungsreihe "Außer Sinnen", die der turmdersinne gemeinsam mit dem Nicolaus-Copernicus-Planetarium organisiert hat.

Hier noch einmal das Gesamtprogramm.

Der Vortrag:
Michael Kunkel:
Der andere Blick in die Sterne.
Astrologie in der Diskussion
Mittwoch, 20. Juli 2011, 19 Uhr
Nürnberger Planetarium, Am Plärrer 41, 90429 Nürnberg

Eintritt: 7 Euro (erm. 5 Euro), Gesamtreihe „Außer Sinnen“ 28 Euro (keine Erm.)
Online-Anmeldung beim BZ Nürnberg, Kurs-Nr. 00881

Zum Weiterlesen:

  • Hergovich, A. (2005): Die Psychologie der Astrologie. Hans Huber, Bern.
  • Much, T. (2007): Aberglaube und Astrologie. Was taugen Horoskope? Edition VaBene, Klosterneuburg.
  • Wahrsagercheck: Die Prognosenschauen der Jahre 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009 und 2010.
  • Ponocny, I.; Ponocny-Seliger, E. (2009): Akte Astrologie Österreich. Vom Schicksal, den Sternen und der Bevölkerungsstatistik. In: Skeptiker 4/2009, S. 176-185.
Inge Hüsgen

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