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Freitag, 1. Juli 2011

2012 - Das Buch zum Vortrag


Zur Abwechslung mal eine Quizfrage:

Was war am 11. August 1999, am 21. Mai 2011 und ereignet sich noch einmal am 21. Dezember 2012?
Richtig, der Weltuntergang!

Um genau den geht es im neuen Buch von Bernd Harder, das der Autor am kommenden Dienstag, 5. Juli 2011, im Nürnberger Planetarium vorstellt.

Der Titel:
2012 oder wie ich lernte, den Weltuntergang zu lieben

Bernd Harder ist Wissenschaftsjournalist, Chefreporter des Magazins Skeptiker – Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken und Pressesprecher der GWUP. Er kennt sich also bestens aus mit Propheten, geheimnisvollen Kräften und allerlei außergewöhnlichen Behauptungen. Und findet gern heraus, was wirklich dahinter steckt.

Genau die richtigen Voraussetzungen für eine kritische Recherche zum Thema Endzeit. Denn dabei stößt man auf so kuriose Dinge wie einen unsichtbaren Planeten, auf geheimnisvolle Kristallschädel, auf weise Naturburschen und ein Urwaldvolk mit geheimem Wissen. Und irgendwo im Verborgenen zieht die große Verschwörung ihre Fäden. Jedenfalls, wenn man einigen Weltuntergangs-Fans glaubt.

Faszinierend ist das alles schon. Tatsächlich stellt Harder bei der Beschäftigung mit dem Thema eine gewisse Angstlust fest, weshalb das Buch wohl auch den treffenden Untertitel „Leitfaden für Endzeit-Liebhaber“ trägt.

Also ordentlich Stoff für knapp 200 Seiten. Der Klassiker Nostradamus darf da natürlich ebenso wenig fehlen wie die angeblichen Prophezeiungen von Fatima. Und der Volksseher Mühlhiasl, der in Bayern sogar eine kleine Berühmtheit ist – obwohl er überhaupt nie gelebt hat. Aber sagte der Mühlhiasl nicht die beiden Weltkriege voraus?

Moment! Die berühmten Kriegs-Vorhersagen des bayerischen Propheten sind in Wahrheit „Nachhersagen“, wurden dem Mühliasl also erst später untergeschoben, wie Harder zeigt.  

Und die aktuellen Stars der Endzeit-Szene, wie der Planet
Nibiru. Unaufhaltsam rast er aus den Tiefen des Weltraums auf die Erde zu, um sie zu zerschmettern, heißt es. Und wenn kein Astronom diesen Himmelskörper kennt, dann muss er wohl unsichtbar sein. Oder eine fiese Verschwörung deckelt das geheime Wissen um den Untergang. Bei so einer Argumentation ist nicht nur der Skeptiker-Reporter zu Recht skeptisch.

In die Tiefen der unfreiwilligen Science-Fiction führt auch das Geraune um den Maya-Kalender, der bekanntlich am 21. Dezember 2012 endet. Ist dann alles aus? Können wir nächstes Jahr Weihnachten und Silvester knicken? Kehren die Astronautengötter zurück, wie Erich von Däniken raunt? Oder geht es dann erst richtig los, indem nämlich die Erde in die nächste evolutionäre Phase eintritt?

Diese und andere wilde Spekulationen checkt Bernd Harder in seinem neuen Buch. Kritisch und mit lockerer Schreibe, manchmal augenzwinkernd, aber immer auf der Höhe der Forschung.

Mehr dazu in seinem Vortrag:

2012 - Jahr der Apokalypse?
Oder: Wie viele Blätter hat der Maya-Kalender?
Dienstag, 5. Juli 2011, 19 Uhr
Nicolaus-Copernicus-Planetarium, Am Plärrer 41, 90429 Nürnberg

Eintritt: 7 Euro (erm. 5 Euro), Gesamtreihe „Außer Sinnen“ 28 Euro (keine Erm.)

Eine Veranstaltung der Reihe "Außer Sinnen".
Das komplette Programm finden Sie hier.
Online-Anmeldung beim BZ Nürnberg, Kurs-Nr. 00879

Inge Hüsgen

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