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Montag, 21. März 2011

Das war die brainWEEK 2011

Volle Säle, interessierte Besucher und spannende Diskussionen - die Bilanz der Nürnberger brainWEEK 2011 kann sich sehen lassen. Nach dem gelungenen Auftakt mit "Pecha Kucha" und einem Filmabend zum Thema Demenz ging es weiter mit einer neurophilosophischen Kriminalgeschichte.

"Fahndung nach dem Ich" heißt Georg Northoffs spannendes Buch, das sich im Rahmen eines Krimis an eine der großen Menschheitsfragen wagt: Gesucht wird nichts Geringeres als das menschliche Selbst. Als Ermittler sind ein Philosoph und ein Neurowissenschaftler unterwegs, Tatort ist das Gehirn.  

Gespannt lauschten die Besucher im Zeitungscafé der Stadtbibliothek dem Autor (l.), selbst Mediziner und Philosoph.


Mit welchen Tricks und Kniffen sich Auge und Gehirn am besten täuschen lassen, wissen Maler oft intuitiv - erliegen manchmal allerdings auch den eigenen Selbstäuschungen. Der Wahrnehmungsbiologe Rainer Wolf führte in seinem Vortrag in die Welt der künstlerischen Illusion ein und erklärte, was die Hirnforscher von den Kreativen gelernt haben.

Hervorragendes Anschauungsmaterial lieferte die Sonderausstellung von Dorle Wolf, die noch bis 22. Mai 2011 im Erlebnismuseum turmdersinne zu sehen ist. Mit einer 3D-Brille betrachtet, zeigen ihre Bilder überraschende räumliche Effekte.

Zum krönenden Abschluss der Veranstaltungsreihe stand auch dieses Jahr wieder das beliebte Format "Science meets Comedy" auf dem Programm. Tom Troscianko war eigens aus Großbritannien angereist. Im Planetarium berichtete der Professor für experimentelle Psychologie vor ausverkauftem Haus über seine Forschungen. Etwa darüber, wie das Gehirn aus der Masse von Sinnesreizen einen konsistenten Weltentwurf schafft.

Die "Übersetzung" von Trosciankos Vortrag übernahm Thomas Fraps (l.), Physiker, Zauberkünstler und Stand-up-Comedian.  

Text: Inge Hüsgen
Fotos: Karin Becker

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