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Donnerstag, 6. Januar 2011

Arbeiten der Künstlerin Dorle Wolf im Museum


Ab 8. Januar 2011 zeigt der turmdersinne ausgewählte Werke aus dem Schaffen der Würzburger Künstlerin Dorle Wolf. Im Vordergrund stehen dabei kürzlich entstandene Enkaustiken und andere Arbeiten, die sich durch Strukturen und räumliche Wirkungen auszeichnen.

Dorle Wolf war „früh begabt und spät berufen“ (Dr. Eva-Suzanne Bayer). Statt zur Kunstakademie zu gehen, schlug sie zunächst den Weg zur Medizinisch-Technischen Assistentin ein, um am Biozentrum der Universität Würzburg zusammen mit ihrem Mann PD Dr. Rainer Wolf zu arbeiten. Erst 1992 begann Dorle Wolf zu malen – zunächst ganz klassische Sujets wie Portrait, Stilleben und Landschaft. Doch sehr bald schon experimentierte Wolf, griff zu Öl und Acrylfarben und "kämpfte im Gegenständlichen um das Abstrakte.“ (E.-S. Bayer) Nicht das exakte Abbild, sondern die freie Bewältigung von Form und Farbe steht bis heute im Vordergrund.

In ihren Bildern machen sich die 25 Jahre Laborarbeit – vor allem die naturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Wahrnehmungspsychologie – bemerkbar, denn Wolf lotet künstlerische und physikalische Mittel aus, um bestimmte Eindrücke, Stimmungen und Räumlichkeiten zu erzeugen. Dazu experimentiert sie mit ungewöhnlichen Techniken, u.a. mit Wachs, Bitumen und Autolack, die sie in übereinanderliegenden, dünnen Schichten aufträgt, bis Interferenzfarben entstehen. Bekannt ist Dorle Wolf auch für ihre Stereobilder, die, mit einer 3-D-Brille betrachtet, eine dreidimensionale Wirkung entfalten.
Heute, 67-jährig, ist die Würzburgerin Mitglied des Kunstvereins Würzburg und des künstlerischen Beirats der Galerie „Kunststück“ e.V. Darüber hinaus hat sie die Malerinnengruppe „Weibsbilder“ mitbegründet. Zahlreiche Ausstellungen führten Dorle Wolf bereits nach Düsseldorf, Weimar, Köln, Lindau, Nürnberg, Regensburg, Tübingen, Würzburg, Glasgow, ins Elsass, nach Straßburg und nach Paris.

Die Sonderausstellung im Museum turmdersinne ist bis zum 22. Mai 2011 zu den üblichen Öffnungszeiten und ohne Aufpreis zu sehen. Mehr Informationen hier oder unter der Telefonnummer 0911 9443281.

Aus dem Rahmenprogramm:
7.1.2010, 19:00 Uhr: Eröffnung
Die Künstlerin Dorle Wolf vermittelt überraschende Einblicke in ihre Werke. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von dem russischen Sänger Igor Dubovsky, bekannt als einziger Basso profondo (tiefste männliche Stimmlage) in Deutschland.
Sonderführung an jedem ersten Freitag im Monat (14.01./04.02./04.03./01.04./06.05.2011)
21.2.2011, 14:00 Uhr: Seniorenführung durch die Sonderausstellung mit Kaffee und Kuchen.
Donnerstag, 17.3., 19:30 Uhr: „Kunst und Wahrnehmung“: Vortrag von PD Dr. Rainer Wolf, Uni Würzburg.
Claudia Gorr

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